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Erfolgreiche thermische Sanierung

 

Gerade Altbauten und schützenswerte Bauten erfordern technisches Geschick, sowie Experten, die sich mit der Bausubstanz auskennen, um eine erfolgreiche Sanierung durchführen zu können. Ein Vorzeigeprojekt für eine ökologisch gelungene Renovierung auf Gemeindeebene ist die 114 Jahre alte Landesmusikschule der Stadtgemeinde Rohrbach (OÖ). Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, war es nötig die historische Fassade zu erhalten. Mit fachgerechter, dampfdiffusionsoffener Innendämmung konnte das Gebäude dennoch auf Dämmwerte angehoben, welche mit denen eines Neubaues mithalten können.

Das Gebäude wurde 1898 als Armenhaus errichtet, dann als Bürgerspital und zuletzt als Musikschule genutzt. Den Anforderungen einer Landesmusikschule konnte es aufgrund von Platzmangel, akustischen Schwächen und vor allem wegen der fehlenden Wärmedämmung nicht mehr gerecht werden. Daher erfolgte im Zeitraum von 2009 bis 2011, im Auftrag der oberösterreichischen Gemeinde Rohrbach, eine Generalsanierung des Gebäudes mit einem neuen Zubau. Planung und Bauleitung erfolgten durch das Architekturbüro Arkade ZT GmbH, Haslach an der Mühl.

Thermische Sanierung mit Denkmalschutz
„Denkmalgeschützte Bauten mit ihren besonderen Fassaden stellen immer eine Herausforderung dar, da man diese nicht von außen dämmen darf, um sie nicht zu beschädigen. Bei der Musikschule Rohrbach kam noch dazu, dass erst nach Beginn der Bauarbeiten das Gebäude als schützenswert eingestuft wurde und damit eine völlig neue Situation entstand“, erklärt DI Josef Schütz, Architekturbüro Arkade. „Die ursprünglich geplante Außendämmung konnte nicht mehr eingesetzt werden, es musste eine neue Lösung gefunden werden.“ Um an heute geforderte Gebäude-Dämmwerte zu gelangen, mussten Innendämmungsmassnahmen geplant werden. „In Altbausituationen sollte auf dampfdiffusionsoffene, möglichst kapillaraktive Innendämmsysteme wie Mineralschaum-, Kalziumsilikatplatten oder Kalk-Dämmputze zurück gegriffen werden“ berichtet Produktmanager Ing. Martin Epp von der Erfahrung bei durchgeführten Dämm-Massnamen in der Altbausanierung.

Energieeffizienz wie im Neubau
Die mineralische, dampfdiffusionsoffene Mineralschaum-Dämmplatte Multipor kann ohne Einsatz aufwändiger Dampfsperren oder Dampfbremsen angebracht werden. Millionen feiner Luftporen sind in die Platten eingeschlossen und dienen in jede Richtung als Puffer. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, dämmt die Platte hervorragend und erschwert im Winter einen Wärmeverlust von innen nach außen sowie im Sommer einen Wärmedurchgang von außen nach innen. Die im Vergleich relativ geringe Materialdicke der Platte verkleinert den Innenraum nur unwesentlich.

Bestes Raumklima für Instrumente
Eine konstante Luftfeuchtigkeit ist für Musikinstrumente von wesentlicher Bedeutung. Sie beeinflusst den Klang, die Stimmung und in weiterer Folge die Wertbeständigkeit der Instrumente. Holzinstrumente können sich zum Beispiel bei Schwankungen verformen, Saiten können bei zu hoher Luftfeuchtigkeit rosten. So wurde für den Innenputz das natureplus-zertifizierte RÖFIX CalceClima Kalkputzsystem eingesetzt. Dieses wirkt durch die hohe Alkalität auf natürliche Weise bakterizid und fungizid, es nimmt Schadstoffe und überschüssiges Kohlendioxid aus der Luft auf und baut sie anschließend ab. Hervorzuheben ist, dass das System ebenso wie Multipor den Feuchtegehalt der Raumluft reguliert. Der enthaltene natürliche Kalk nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Dies sorgt für ein gesundes und frisches Raumklima.

Architektonische Formensprache Alt-Neu
Im Zuge der Sanierung der alten Musikschule wurde ein neuer, architektonisch beeindruckender Neubau angeschlossen. Dieser dient als  Konzert- und Veranstaltungsraum oder als Ballettsaal. Zusätzliche Proberäume sind ebenfalls im Neubau angesiedelt. Architekt Schütz dazu: „Die Landesmusikschule zeichnet sich nun auch besonders durch ihre architektonische Formensprache Alt-Neu aus und integriert sich wunderbar in das Rohrbacher Stadtbild. Die wunderschöne helle historische Fassade harmoniert perfekt mit dem modernen dunkelbraunen Anbau.“ Auch Johann Ranninger, Stadtamtsleiter der Gemeinde Rohrbach, zeigt sich zufrieden: „Die Sanierung der Musikschule ist wirklich gelungen und wurde mit besonderer Sorgfalt geplant und ausgeführt. Es ist ein sehr markantes Gebäude, das ein Blickfang an der Ortseinfahrt von Rohrbach ist.“

Fassadensanierung nach Vorgaben des Denkmalschutzes
Im Innen- und Außenbereich wurden jeweils nur hochwertige Produkte der RÖFIX AG eingesetzt. Durch die Erfahrung aus vielen Altbausanierungen konnte RÖFIX die richtigen Materialien für dieses Sanierobjekt definieren und anbieten. Im Außenbereich fanden vor allem natürliche Hydraulkalk-Produkte, sowie die neue mineralische Silikatfarbe RÖFIX PE 225 Reno 1K Anwendung, um die erhaltenswerte Substanz zu schützen und wieder aufzubauen. Historisch nachgestellte Aussenputze auf Basis von natürlichem Hydraulkalk entsprachen den Vorstellungen der Denkmalpflege nach schonender Überarbeitung und Ergänzung des vorgefundenen, historischen Fassadenputzes.

„Durch die Erfahrung, welche wir im Rahmen solcher Sanierungen gewinnen können, ist es uns möglich die Sanierprodukte von RÖFIX stetig weiterzuentwickeln, zu erweitern und den aktuellen Anforderungen anzupassen“, zeigt sich Epp erfreut über die gelungene Sanierung. Für die RÖFIX AG ist eine verantwortungsvolle  Aufgabe, denkmalgeschützte Bauwerke in Österreich „mit erhalten“ zu dürfen und speziell dafür entwickelte Produkte zur Verfügung stellen zu können.

Verwendete Materialien
Innenräume:
RÖFIX Multipor Innendämmung 100 mm
RÖFIX CalceClima Ambiente Kalk-Innenputz
RÖFIX 350 Kalkglätte
RÖFIX PI 262 ÖKOSIL PLUS Silikat-Innenfarbe
Historische Fassade:
RÖFIX 675 Hydraulkalk-Vorspritzmörtel
RÖFIX Hydraulkalk-Sockelputz
RÖFIX 696 Hydraulkalk-Maschinenputz
RÖFIX 765 Hydraulkalk-Rieselwurf
RÖFIX 380 Hydraulkalk-Feinabrieb
RÖFIX Renostar
RÖFIX PE 225 Reno1K Silikat-Aussenfarbe

Facts
Gesamt-Kosten der Sanierung und des Umbaues:
ca. € 3,6 Mio.
Zeittafel:
2009-2011
Ende 2011 Eröffnung durch Landeshauptmann Dr.Josef Pühringer
Seither Nutzung zur Unterrichtung von Musikschülern
Bauherr:
Stadtgemeinde A-4150 Rohrbach, Landesmusikschulwerk OÖ
Planer/Architekt:
Architekturbüro Arkade ZT GmbH, A-4170 Haslach an der Mühl
Ausführer:
Weber Bau GmbH, A-4150 Berg bei Rohrbach
Malerei Grillmair, A-4152 Sarleinsbach

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