Toolbox
Downloadkorb (0)
Produkt-Index
450x280_News_Palais Hansen

„Ein Juwel der Baugeschichte“ Palais Hansen – Hotel Kempinski Wien

 

Revitalisierung und Umbau

Am Wiener Schottenring zwischen Börse und Ringturm steht das größte Privatgebäude der Wiener Ringstraßenverbauung, das der berühmte Architekt Theophil Hansen als sein Privatinvestment errichtet hat. Theophil Hansen (1813 bis 1891) gilt als einer der zentralen Architekten der Wiener Ringstraßenära, dessen Formgefühl für den repräsentativen Historismus die Architektur dieser Zeit entscheidend geprägt hat.

Verschiedene Herausforderungen im Zuge der Fundierungsarbeiten

Trotz ausgiebiger Voruntersuchungen am Bestand, bei statisch relevanten Mauerwerken die Fundamente nicht ausreichend ausgeführt waren oder Verfahrensdiskussionen bei der Fassadeninstandsetzung, inklusive Problemen bei der Findung eines den denkmalerischen Vorgaben entsprechenden Putzproduktes, haben zur hohen Komplexität des Bauvorhabens beigetragen.

IMG5245

IMG5216

Besonderheiten - aus materialtechnischer Sicht

Die große Besonderheit dieser historischen Fassade stellte aus denkmalpflegerischer Sicht die materialtechnische Zusammensetzung der Putzfassade dar.
Die in vielen besonderen Details ausgeführte Putzfassade enthält große Anteile am historisch bedeutungsvollen Bindemittel „Romancement“. Mit dieser Vorstufe des heute weitläufig angewandten Portlandzementes wurden gegen Ende des 19.Jahrhunderts besonders hoch dekorierte, epochale Gebäudefassaden erstellt. Die Fassade des Palais Hansen stellt eine der weltweit größten Ausführungsbeispiele des Romancementes dar.

Daher wurden seit der historischen Befundung dieses Objektes viele Fachdiskussionen zur möglichen Instandsetzung geführt und mehrere Konzepte zur möglichen Restaurierung vorgestellt. Internationale Denkmalpfleger interessieren sich besonders für das historisch bedeutungsvolle Bindemittel Romancement. Damit werden korpulente, ausladende Fassadengliederungen wie Ornamente, Skulpturen bis hin zu mannshohen Statuen mit erstaunlich hoher Witterungs- und Frostbeständigkeit erstellt.
Die heutige Problematik liegt darin, dass der Romancement durch die Revolution des modernen, hochfesten Portlandzementes kaum noch verfügbar ist. Sowohl die Technologie der Herstellung wie das Wissen über die richtige Verarbeitung sind weitgehend verloren gegangen.

Die RÖFIX AG hat das Wissen über diesen historisch bedeutungsvollen Rohstoff wieder in die Gegenwart gebracht und bietet diesen Romancement für den denkmalpflegerischen Einsatz an. So konnten durch spezielle Abmischungen mit dem heute verfügbaren Romancement und groben Sanden sowohl die Fassadengliederungen wie auch die Verzierungsdetails renoviert, ergänzt und neu überzogen werden. Dazu kamen die speziellen RÖFIX-Produkte für die Denkmalpflege zum Einsatz:

  •  RÖFIX Belit Feinschlämme
  •  RÖFIX Belit Gussmörtel
  •  RÖFIX 695 Hydraulkalk-Renovierputz
  •  RÖFIX 380 Hydraulkalk-Feinabrieb
  •  RÖFIX PE 225 RENO 1K Silikatbarbe für innen und außen

Heute stellt dieses Objekt wieder ein Juwel der Baugeschichte Wiens sowie der besonderen Ausführungsmöglichkeiten historischer Baustoffe dar.

IMG5193

IMG5212

IMG5253

IMG5254

Objektbeschreibung
Objekt: Palais Hansen
Standort: A-1010 Wien
Art: Öffentliches Gebäude/Amtsgebäude
Ausführung: 2011–2013
Größe: 14000 m²

Verwendete Materialien
RÖFIX Belit Feinschlämme
RÖFIX Belit Gussmörtel
RÖFIX 380 Hydraulkalk-Feinabrieb
RÖFIX 695 Hydraulkalk-Renovierputz
RÖFIX PE 225 RENO 1K Silikatfarbe für Innen und Außen

Beteiligte Unternehmen
Baugeschäft: Porr Bau, 2700 Wiener Neustadt